Machen Paid Content Angebote zufriedener?

Wieder einmal ein kurzer Einblick in die Studie zu Paid Content und Kundenbindung.

Im Pretest wurden die Teilnehmer nach ihren Mediennutzungsaffinitäten befragt und dann entsprechend in Gruppen eingeteilt.

Es gab vier „Gruppen“ (jeweils N=8 bei Gesamt N=16), wobei jeweils eine Plattform entsprechend der Affinität genutzt werden mussten und eine Plattform, die gegen die eigene Mediennutzungs-Affinitäten sprach.

Daraus entstanden diese vier Nutzungsgruppen.

affinitaetseinteilung

Am Ende mussten, wie im Pretest auch, die Plattformen in den Kategorien:

1. Beurteilung des Angebotes gesamt

2. Beurteilung des kostenpflichtigen Leistungsangebotes

3. Beurteilung des Preis-/Leistungsverhältnisses

bewertet werden.

Die Bewertung wurde im Verhältnis zur Beurteilung im Pretest gesetzt.

Dabei kam ein erstaunliches Ergebnis heraus:

Verkürzt gesagt: Kostenpflichtige Angebote machen „zufriedener“.

zufriedenheitnachaffinitaet

Die Ergebnisse des Experiments widersprechen erheblich einer gängigen Beurteilung, dass kostenlose Angebote als besonders attraktiv eingestuft werden. Vielmehr wurde von den Nutzern, die affin waren aber ein kostenloses Angebot entsprechend ihrer Affinität nutzen mussten, dieses als eher schlechter beurteilt, als die, die dafür zahlen mussten.

Allerdings muss man hier einige Einschränkungen bei weiteren Analysen machen, wie z.B. negative Usability im kostenlosen Bereich oder mangelnde Attraktivität des kostenlosen Angebotes. Besonders entscheiden für die Beurteilung ist tatsächlich nämlich die Nutzenerfahrung. Ein Pferdefuß ist allerdings, dass nur wenig Bereitschaft bestand, die Pattformen weiterhin kostenpflichtig zu nutzen (dazu und er Studie mehr) denn anscheinend werden Abo-Modelle generell als wenig attraktiv empfunden.

Aber diese Auswertungen und auch die darauf aufbauenden Handlungsempfehlungen, werden dann erst mit der finalen Studienauswertung publiziert.

Weitere Ergebnisse auch auf dem dmd14.de