Predictive Business-Models am Beispiel booking.com

Mit den heutigen Möglichkeiten immer mehr Daten immer schneller zu sammeln, zu verarbeiten und zu interpretieren, wird aus der Intuition des Managers ein kalkulierbares Geschäft. Aus der Analyse der massenhaft produzierten Daten lässt sich die Zukunft erst modellieren und dann berechnen. Unternehmen wie Amazon, Facebook und Google sind die typischen Beispiele dieser Modellform. Aber auch die Plattform booking.com wendet inzwischen das Prinzip bei Hotelbuchungen an.

Wer bei booking.com nach Hotels sucht, dem wird nicht nur der Preis und die Anzahl verfügbarer Zimmer angezeigt (Transparenz-Prinzip im Internet), sondern es wird sogar vorhergesagt, wann das Hotel wahrscheinlich ausgebucht sein wird.

Diese Umsetzung ist nur möglich, weil auf Basis der Analyse der Daten aus der Vergangenheit, aus dem Abgleich mit Buchungsverhalten der User und auch aus der Berechnung ähnlicher Buchungszeiträume eine Wahrscheihnlichkeitsberechnung durchgeführt wird. Damit wird zugleich der Interessent unter Stress gesetzt, denn wer will schon warten, wenn die Chancen sinken, das passende Hotel zu finden. Eine spannende Studie dazu belegt, dass gerade Männer die positiven Effekte eine Entscheidung unter Stress stärker bewerten. Kann also gut möglich sein, dass Booking durch diese Anwendung tatsächlich Buchungen zu den eigenen Gunsten beeinflussen kann.

Booking.com - Berechnung des Ausbuchungszeitpunktes