Sicher nur Zufall oder doch der gekaufte Twitter Erfolg

Aus irgendeinem Grund, habe ich heute aus Neugier bei einem Chefredakteur, der sich immer sehr gerne als digital bewandert und innovativ ausgibt, auf einige Twitter-Follower geklickt (nein es war nicht Diekman) und erstaunlicher Weise habe ich da festgestellt, dass über die Hälfte der ersten 50 Follower (die angezeigt wurden) einige bemerkenswerten Eigenschaften aufwiesen:
1. Die meisten hatten noch keine einzigen Tweet abgesetzt
2. Die meisten haben kein eigenes Profilbild, sondern meist das Standard-Ei

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Umsatzentwicklung Musikmarkt bestätigt Studie

In unserer im März erschienenen Studie „Das digitale Transformationsdilemma“ haben wir es prognostiziert: Streaming-Angebote werden dem Medienunternehmen schaden.

Die aktuellen Zahlen von Nielsen Sound Scan bestätigen dies schon. Der Streaming-Boom schadet der Musikbranche.

 

Infografik: Streaming-Boom schadet Musikverkäufen | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Digitale Agenten betreffen jedes Business

In meinem Buch digitale Geschäftsmodelle, spielen Regelwerke, die mittels Software-Agenten abgebildet und in das eigen Geschäftsmodell integriert werden eine entscheidende Rolle. Diese können überall gesucht, definiert und dann umgesetzt werden. Besonders sinnvoll sind diese Umsetzungen, wenn diese Transaktionskosten (Suche, Aufwand, Anpassung…) für die User senken. Diese Vorgehensweise kann man sehr schön am Beispiel „Lotto“ darstellen.

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Predictive Business-Models am Beispiel booking.com

Mit den heutigen Möglichkeiten immer mehr Daten immer schneller zu sammeln, zu verarbeiten und zu interpretieren, wird aus der Intuition des Managers ein kalkulierbares Geschäft. Aus der Analyse der massenhaft produzierten Daten lässt sich die Zukunft erst modellieren und dann berechnen. Unternehmen wie Amazon, Facebook und Google sind die typischen Beispiele dieser Modellform. Aber auch die Plattform booking.com wendet inzwischen das Prinzip bei Hotelbuchungen an.

Wer bei booking.com nach Hotels sucht, dem wird nicht nur der Preis und die Anzahl verfügbarer Zimmer angezeigt (Transparenz-Prinzip im Internet), sondern es wird sogar vorhergesagt, wann das Hotel wahrscheinlich ausgebucht sein wird.

Diese Umsetzung ist nur möglich, weil auf Basis der Analyse der Daten aus der Vergangenheit, aus dem Abgleich mit Buchungsverhalten der User und auch aus der Berechnung ähnlicher Buchungszeiträume eine Wahrscheihnlichkeitsberechnung durchgeführt wird. Damit wird zugleich der Interessent unter Stress gesetzt, denn wer will schon warten, wenn die Chancen sinken, das passende Hotel zu finden. Eine spannende Studie dazu belegt, dass gerade Männer die positiven Effekte eine Entscheidung unter Stress stärker bewerten. Kann also gut möglich sein, dass Booking durch diese Anwendung tatsächlich Buchungen zu den eigenen Gunsten beeinflussen kann.

Booking.com - Berechnung des Ausbuchungszeitpunktes

Machen Paid Content Angebote zufriedener?

Wieder einmal ein kurzer Einblick in die Studie zu Paid Content und Kundenbindung.

Im Pretest wurden die Teilnehmer nach ihren Mediennutzungsaffinitäten befragt und dann entsprechend in Gruppen eingeteilt.

Es gab vier „Gruppen“ (jeweils N=8 bei Gesamt N=16), wobei jeweils eine Plattform entsprechend der Affinität genutzt werden mussten und eine Plattform, die gegen die eigene Mediennutzungs-Affinitäten sprach.

Daraus entstanden diese vier Nutzungsgruppen.

affinitaetseinteilung

Am Ende mussten, wie im Pretest auch, die Plattformen in den Kategorien:

1. Beurteilung des Angebotes gesamt

2. Beurteilung des kostenpflichtigen Leistungsangebotes

3. Beurteilung des Preis-/Leistungsverhältnisses

bewertet werden.

Die Bewertung wurde im Verhältnis zur Beurteilung im Pretest gesetzt.

Dabei kam ein erstaunliches Ergebnis heraus:

Verkürzt gesagt: Kostenpflichtige Angebote machen „zufriedener“.

zufriedenheitnachaffinitaet

Die Ergebnisse des Experiments widersprechen erheblich einer gängigen Beurteilung, dass kostenlose Angebote als besonders attraktiv eingestuft werden. Vielmehr wurde von den Nutzern, die affin waren aber ein kostenloses Angebot entsprechend ihrer Affinität nutzen mussten, dieses als eher schlechter beurteilt, als die, die dafür zahlen mussten.

Allerdings muss man hier einige Einschränkungen bei weiteren Analysen machen, wie z.B. negative Usability im kostenlosen Bereich oder mangelnde Attraktivität des kostenlosen Angebotes. Besonders entscheiden für die Beurteilung ist tatsächlich nämlich die Nutzenerfahrung. Ein Pferdefuß ist allerdings, dass nur wenig Bereitschaft bestand, die Pattformen weiterhin kostenpflichtig zu nutzen (dazu und er Studie mehr) denn anscheinend werden Abo-Modelle generell als wenig attraktiv empfunden.

Aber diese Auswertungen und auch die darauf aufbauenden Handlungsempfehlungen, werden dann erst mit der finalen Studienauswertung publiziert.

Weitere Ergebnisse auch auf dem dmd14.de