12 Statements zum Long Tail

Der Long Tail ist in vielen Köpfen von Medien- und Digital-Managern. Dabei wird aber oft übersehen, dass ein Long Tail aus verschiedenen Blickwinkeln gesehen werden kann. Hierzu ein paar Statements

  1. Das Long-Tail-Modell sieht eine neue Form der Ausgestaltung des Produktportfolios durch ein massenhaftes Angebot an Produkten, die für sich genommen nur einen geringen Umsatz erzielen.
  2. Durch die Masse an Angeboten steigt aber der gesamte Umsatz an.
  3. Das Prinzip widerspricht der Pareto-Verteilung, die Jahrzehnte das Managementdenken beeinflusst hat.
  4. Der Long-Tail-Ansatz wirkt sich auf das Sortiment im E-Commerce-Bereich aus, ebenso wie auf die Umsetzung von Webseiten und die Produkterstellung vor allem bei digitalen Waren.
  5. Das Long-Tail-Modell birgt aber auch Gefahren.
  6. Zum einen zeigen empirische Überprüfungen, dass es zu immer stärkeren Konzentrationsprozessen im Rahmen von Produktportfolios kommt. Damit spielen Megaseller und Blockbuster eine noch wichtigere Rolle als jemals zuvor.
  7. Da die Produzenten mit den einzelnen Produkten weniger verdienen, kann es zu einer Qualitätsverschlechterung der Angebote kommen.
  8. Da viele Anbieter auch kein direktes Erlösmodell mit den Produkten verfolgen, kommt es auf den Pattformen selbst zu einer Preisabwärtsspirale durch den sogenannten Ankereffekt. Dies erhöht die Kosten, weil mehr Transaktionen getätigt werden müssen, um den Umsatz des Plattformbetreibers zu steigern.
  9. Produzenten können den Long Tail nur dann nutzen, wenn sie auf eine Outpacing-Strategie setzen. Hierbei werden Technologien, die günstig oder kostenlos eingesetzt werden können, gezielt zur Verbesserung der Kostenstruktur genutzt und um Nischen auch zu testen.

10. Wenn sich Produkte und Nischen als rentabel erweisen, wird das Produkt durch Versionsupdates sukzessive zu einem Megaseller aufgebaut. Damit setzt man nicht mehr auf Big Bangs beim Markteintritt, sondern auf kontinuierliche Migration aus dem Long Tail in den Kopf der Umsatzverteilung.

11. Die Filmbranche setzt dieses Konzept in Form der Entwicklung von Filmreihen ein, wie zum Beispiel „Pirates of the Caribbean“. Aber auch Apple setzt auf dieses Konzept durch die Fokussierung auf wenige Produktreihen, die stetig zu Megasellern ausgebaut werden.

12. Wer digitale Long-Tail-Modelle aufbauen will, sollte nach bisher intransparenten Long Tails suchen, die heute dank neuer Technologie zentral koordiniert werden können. Viele Start-ups machen sich dieses Konzept zunutze, wie zum Beispiel die Plattform MyTaxi.

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